Verein Freunde der Altstadt Kemptens e.V.

Die Altstadt von Kempten (Allgäu) blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die durch verschiedene gesellschaftliche und städtebauliche Veränderungen geprägt wurde.

Mit dem Zuzug vieler Gastarbeiter in den 1960er Jahren wurde die in Kempten bestehende Wohnungsnot verschärft. Besonders im Altstadtgebiet unter der Burghalde gab es ein großes Problem: Die junge Generation war aus diesem wenig attraktivem Viertel weggezogen, die alten Leute hatten oft kein Geld, um ihre Häuser zu sanieren. Sie vermieteten daher an Ausländer, die wegen der sehr günstigen Mieten Etagen-Toiletten, unzureichende Heizmöglichkeiten und andere heute kaum mehr vorstellbare Wohnsituationen in Kauf nahmen. Die Zustände unter der Burghalde wurden nicht nur baulich immer schlechter und waren schließlich beängstigend.

Eine zukunftsorientierte solide Stadtplanung musste sich um die baldige Lösung der Probleme unter der Burghalde kümmern. 1980 wurde „Unter der Burghalde“ zum Modell für die Integration ausländischer Mitbürger und zum neuen Sanierungsgebiet erklärt. Die Stadtverwaltung Kempten und die Städtebau GmbH als Hauptsanierungsträger unterstützten das Zusammenleben der Bewohner im Sanierungsgebiet. Es wurde ein Beratungsbüro eröffnet. Dort bot ein türkischer Sozialarbeiter, Vertreter des Sanierungsträgers und städtische Bedienstete regelmäßig Sprechstunden an.

Aus altstädtischen Stammtischrunden bildete sich noch im selben Jahr der Verein „Freunde der Altstadt Kemptens e. V.“ unter dem Vorsitz von Traudl Schwarz. Die Erfolgsstory „Unter der Burghalde“ hätte allerdings nicht ohne die „wohl bemerkenswerteste Bürgerinitiative Kemptens in unserer Zeit“ geschrieben werden können, titelte die Allgäuer Zeitung 1988 über die Altstadtfreunde.

Seit 1980 setzt sich der Verein engagiert für die Kemptener Altstadt ein und gibt immer wieder wesentliche Impulse zur Stadtentwicklung. Die Altstadtfreunde verstehen sich als einer der zentralen und strategischen Partner der Stadt Kempten (Allgäu), wenn es um wichtige Fragen der Innenstadt geht. Dabei scheuen die Verantwortlichen auch nicht davor zurück, den Finger in die ein oder andere Wunde zu legen. Trotzdem sind wir immer bemüht mit der Stadtpolitik und der -verwaltung in konstruktiver Zusammenarbeit gute Lösungen zu finden für die Altstadt Kemptens.


Die bisher tätigen Vereinsvorsitzenden Traudl Schwarz (1980 bis 1989), Hans Bader (1989 bis 1992), Hansjürg Hensler (1992 bis 2010) und Dietmar Markmiller (2010 bis 2025) prägten den Verein maßgeblich durch ihre für jeden eigene und besondere Persönlichkeit.

Vorstand des Vereins

  • Annette Rampp (Vorsitzende)
  • Gerhard Juli (stellvertretender Vorsitzende)
  • Nicole Jehl (Schatzeisterin)
  • Sandra Wölfle (Schriftführerin)
  • Florian Diemer (Beisitzer)
  • Thomas Hartmann (Beisitzer)
  • Lilli Huber (Beisitzerin)
  • Stephan A. Schmidt (Beisitzer)
  • Franz Schröck (Beisitzer)

Den Vorstand unterstützt ein Beirat, bestehend aus:

  • Dietmar Markmiller (ehemals Vorsitzender)
  • Ursula Speiser (ehemals Schatzmeisterin)
  • Markus Naumann (1. Vorsitzender Heimatverein Kempten e. V.)
  • Tillmann Ritter (Stadtheimatpfleger)