Teamgeist in der Gerberstraße – die „Nordkurve“

In der Jahreshauptversammlung der Altstadtfreunde im Jahr 2007 hatte Oberbürgermeister Dr. Netzer mehr Teamgeist in der Gerberstraße eingefordert. Denn bis dahin waren es le­diglich vereinzelte Impulse mancher Hauseigentümer und Geschäftsleute, die für neuen Schwung in der Gerberstraße gesorgt hatten. Das allein aber reicht nicht aus, um diesen Teil der Altstadt im Übergang zur Stiftsstadt grundlegend aufzuwerten. Inzwischen zeichnet sich jedoch eine erfreuliche Entwicklung ab, die unter dem Slogan „Nordkurve“ bereits einige Bekanntheit erlangt hat. Eine Gruppe von Geschäftsleuten hat sich nämlich zusammengetan und treibt das Projekt mit großem Engagement voran, im Einklang mit den städtischen Zielen einer Aufwertung des öffentlichen Raums.

Am 6. August 2007 wurden in den Räumen von Galeria Kaufhof die Ergebnisse aus den Voruntersuchungen der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung–GMA–vorgestellt. Daraus hat das städtische Tiefbauamt erste planerische Überlegungen zur Umgestaltung der Gerberstraße abgeleitet, deren Präsentation auf allgemeine Zustimmung stieß. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich darüber hinaus ein kleiner Kreis engagierter Geschäftsleute eigenständig Gedanken darüber gemacht hat, wie eine Marketing-Strategie zur Steigerung der Attraktivität im Be­reich Gerberstraße aussehen könnte.

Die Zusammenarbeit zwischen privater und öffentlicher Hand klappt dabei reibungslos und ist Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung. Wenn die Wünsche und Anforderungen der betroffenen Anlieger mit professioneller Hilfe ausformuliert und in die Planung integriert werden, kann das für die Stadt nur von Vorteil sein. Die Nordkurven-Macher wollen in den nächsten Wochen drei verschiedene Agenturen um die Vorstellung ihrer Ideen bitten und danach eine davon für die weitere Bearbeitung auswählen. Dabei geht es in erster Linie um konkrete Empfehlungen zur inhaltlichen Ausrichtung der Straße, zum richtigen Branchen-Mix und möglichen Marken. Letztlich soll die Gerberstraße einen ganz eigenen Stil bekommen, mit Erlebnisbereichen und hoher Aufenthaltsqualität. Oberstes Ziel ist dabei immer die Steigerung der Attraktivität in diesem Bereich und damit die Steigerung der Frequenz.

Damit das gelingen kann, wird nicht nur in bauliche Maßnahmen investiert werden müssen. Auch der Aufbau der „Marke Gerberstraße“ wird Geld kosten. Die neu gegründete Interessengruppe „Nordkurve“ hat daher bereits ein Konto eingerichtet, auf das schon erste Spenden geflossen sind. Es bleibt nun zu hoffen und zu wünschen, dass in den kommenden Wochen noch ein ordentlicher Betrag zusammen kommt, um die konzeptionellen Vorarbeiten leisten zu können. Entsprechende finanzielle Unterstützung wurde inzwischen auch von Seiten der Regierung von Schwaben in Aussicht gestellt. Aber ohne die Beiträge der unmittelbar Betroffenen wird das hoch gesteckte Ziel wohl kaum erreicht werden können. Alle Hauseigentümer und Geschäftsleute in Gerberstraße und Brandstatt sind daher aufgerufen, sich solidarisch zu zeigen und ihren Beitrag zur Neukonzeption der Gerberstraße zu leisten.

Dr. Richard Schießl

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